Rückblick auf mein Auslandsjahr

18. August 2010

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Eine Amerika Flagge auf der Veranda

Es sind nun gute zwölf Monate vergangen, seitdem ich nach Amerika aufbrach, um dort für fast ein Jahr mit einer Gastfamilie zu leben. Ich führte dieses Blog, um jeden, der Interesse daran hat auf dem Laufenden zu halten, was mir in den Staaten wiederfahren würde, auf. Auch wenn die Beiträge zum Ende hin immer seltener wurden, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, noch diese abschließenden Gedanken zu veröffentlichen. Denn was angefangen wird, möchte auch zu Ende geführt werden. Ich habe den Eintrag ein bisschen gegliedert, da er ab nun als oberster auf der Seite stehen und möglicherweise als Anlaufpunkt für zukünftige Austauschschüler und deren Eltern dienen wird.
clip_image001Ich sitze in einem Landhaus auf der Insel Rügen, im Nordosten Deutschlands. Die Temperaturen sind angenehm und draußen regnet es in Strömen. Der Wind biegt die Büsche und Bäume, während der Regen die Blätter tanzen lässt. Aus manchen Perspektiven sieht man aus dem Fenster nur den weißgrauen Himmel; unbewegt.

Rückkehr nach Deutschland

Der Empfang am Flughafen

Es heißt in Handbüchern für Austauschschüler, dass die Rückkehr ins Heimatland die gleichen Tücken mit sich bringt, wie auch die Ankunft in dem Zielland: Wie man damals die Heimat und ihre Einwohner vermisste, vermisst man nach der Rückkehr die neugewonnen Freunde und die Erde auf der man dort lief. Auch in die Kultur muss man sich nun wieder einleben, da mittlerweile die damals neue Kultur Gewohnheit geworden ist. Meine Rückkehr bestätigte die Gedanken der Ratgeber durchaus. Wieder die Sprache zu “erlernen” erwies sich weniger als Problem. Aber es traf zu, dass ich Menschen und die Natur Minnesotas vermisste. Auch die Gewohnheiten von Familie und Freunden waren teilweise schwer nachzuvollziehen und sind definitiv gewöhnungsbedürftig. In solchen Situationen finde ich es wichtig, dass sich meine Laune nicht deutlich verschlechtert; auch wenn das selbstverständlich klingt, ist es notwendig erwähnt zu werden. Man muss die richtige Einstellung haben und recht rational denken um nicht das Ende des Seils zu verlieren. Mit schlecht gelaunten Zeiten ist nach der Rückkehr durchaus zu rechnen, das muss im Kopf bleiben. Außerdem sollte man die Situation so gut wie möglich umkehren, und sie nicht als Rückkehr in ein altes Leben, sondern wieder als einen neuen Anfang sehen, wie auch bei der Ankunft im Gastland. Durch rationale Abwägung kann man der Situation einiges an Lebensweisheit abgewinnen.

Die Deutschland-Reise

Der Rhein von der Burg Stahleck in Bacharach

Um dieses neue Leben für mich attraktiv zu machen, um gleichgesinnte Freunde zu treffen und ehrlich gestanden auch, um Ferienzeit zu nutzen, die sonst womöglich ungenutzt geblieben wäre, habe ich mich auf den Weg gemacht ein wenig durch mein Heimatland zu touren, wie ich das zuvor noch nie getan hatte. Vieles von Deutschland habe ich noch nicht gesehen, oder einfach noch nie sehr bewusst aufgefasst. Mit einem Vier-Fahrten-Ticket der Deutschen Bahn war mein erster Halt in Darmstadt, genauergesagt Weiterstadt, um Caro zu besuchen. Wer mitgelesen hatweiß, dass Caro eine gute Freundin ist, die ich in Amerika kennenlernte. Mit ihrer Familie fuhren wir auch nach Bacharach, wo ich von der Burg Stahleck erstmalig einen großartigen Blick auf den Rhein und italienisch angehauchte Weinberge hatte.

Europa Park und der Rhein

Nachdem ich Hessen ein wenig kennengelernt hatte, fuhr ich zu Tante Sylvia und Onkel Winnie nach Bayreuth. Von Bayreuth aus fuhren Winnie, Sylvia und ich nach Karlsruhe um bei wiederum Verwandten meines Onkel’s zu wohnen. Hier erkundeten wir Karlsruhe und den Europapark. Auch ins Rheinland und nach Frankreich schafften wir es für einen Tag.
Die Reise fand ich äußerst unterstützend im Wiedereingewöhnungsprozess. Nach einer Weile zu Hause hatte ich verstanden, dass ich jetzt wohl wieder hier wäre. Noch ein paar Wochen weg von zu Hause zu sein gab mir dann Zeit um in Ruhe darüber nachzudenken. Das Wichtige hierbei ist, dass ich noch in Deutschland war, jedoch nicht mehr in Berlin. Es zeigte mir viel über die Schönheit Deutschlands, das Land in dem ich weiterhin bleiben werde. Weiterhin war die Reise fast wie eine Studie über das Verhalten der anderen zurückgekehrten Austauschschüler. Es ist äußerst interessant zu sehen, wie sie damit umgehen, wieder zurück zu sein.

Eine Gasse in Frankreich Aus Karlsruhe fuhr ich mit der Bahn nach Düsseldorf, wieder an den Rhein, um Anna Lena zu besuchen. Sie ist ebenfalls eine gute Freundin, die im ersten Semester an meiner Schule in Amerika war. Nach wenigen Tagen Aufenthalt war ich mir einiger Dinge bewusst, die typisch für Düsseldorf sind. Auch hier war der Rhein wieder umwerfend schön und äußerst beeindruckend, wie bereits bei Karlsruhe und in Hessen. Nun endet meine Reise bei meiner Großcousine auf Rügen. Sie ist diesen Sommer von ihrem Austauschjahr in Indiana, U.S.A. zurückgekommen. Hier auf Rügen ist die Natur ebenfalls unglaublich und unbeschreiblich bewundernswert. Fast drei Wochen hat diese Reise nun gedauert, und in wenigen Tagen bin ich wieder zu Hause.

Meine Gastfamilie

Meine Gastfamilie und ich

Um zu beenden, was ich anfing, möchte ich natürlich nicht nur über die Ankunft zu Hause sprechen, sondern auch noch mal auf das Austauschjahr zurückblicken. Ich muss sagen, ich habe die Gastfamilienerfahrung geliebt. Wenn man aufgeschlossen und offen auf das Erlebnis zugeht, kann man aus jeder Gastfamilie etwas Wichtiges mitnehmen. Natürlich bestätigen auch hier Ausnahmen die Regel. Meine Gastfamilie war toll: Meine Gasteltern sind beide äußert beeindruckende und interessante Persönlichkeiten. Die beiden sind wahre Lebenskünstler und ich habe eine Menge von Ihnen lernen können. Wir haben viele Sachen unternommen, die auch gute Erinnerungen bei mir hinterlassen haben. Am meisten sticht hier der Trip nach Santa Fe hervor, über den ihr in einem vorherigen Eintrag lesen könnt.
Mein Gastbruder Zharfan brachte mir die indonesische Lebensweise und die Seine ein wenig näher und mit ihm unter einem Dach zu wohnen, hat uns zu wirklich guten Freunden gemacht.

Mein Gastvate und ich auf dem Motorrad

Als Abschiedsgeschenk gaben mir meine Gasteltern ein Buch mit auf den Weg, in das ich in den vergangenen Wochen vertieft war und noch immer vertieft bin. Das Buch heißt “Zen and the Art of Motorcycle Maintenance” (deutscher Titel: “Zen und die Kunst der Motorrad Wartung”), geschrieben von Robert M. Pirsig. Im Verlaufe eines Romans über eine Motorrad-Tour vom mittleren Westen bis zur Westküste der U.S.A. erklärt der Autor verschiedene philosophische Konzepte. Das Buch wird beschrieben als ein Werk darüber, wie wir leben und wie man besser lebt; wenn auch schwer zusammenzufassen, ist es doch ein überaus spannendes Buch.

Meine Schule

Das Gebäude, in dem sich die Schule befindet. Von meiner Schule schwärme ich ständig. Das Bildungsniveau an der St. Paul Preparatory School liegt über dem öffentlicher Schulen in den Staaten. Viel mehr als an diesem, bin ich aber an dem Konzept der Schule interessiert. Die Idee, eine Schule aus fast ausschließlich Austauschschülern bestehen zu lassen mag viele Schüler anfangs abschrecken. Dieses Konzept führt allerdings zu einer einmaligen Erfahrung bei den Schülern. So viel Kultur an einem Fleck ist selten zu finden; hinzu kommt noch der große Zeitrahmen den man hat, um all diese Kulturen kennenzulernen. Zwar wird das klassische High-School-Erlebnis, das man sich anfangs vielleicht erträumt nicht allzu filmtypisch erfüllt, dennoch ist diese Erfahrung deutlich mehr wert und macht dazu noch mehr Spaß! Außerdem habe ich nach dem Jahr an der Schule überall auf der Welt Freundschaften geschlossen; ein sehr großer Vorteil! Denn ich werde viele von ihnen besuchen, beziehungsweise sie mich.

Einem zukünftigen Austauschschüler, der hier vor der Wahl steht, würde ich Saint Paul Prep sehr ans Herz legen.

Schüleraustausch

Die St. Paul Skyline

Man wird kaum von irgendjemanden etwas anderes hören: Ein Schüleraustausch ist ein großartiges Erlebnis, der das Leben verändern kann. Natürlich gibt es ein paar Ausrutscher im Gastland, aber wer bis zum Ablauf des Programms im Ausland bleibt, kann in der Regel auf eine gute Zeit zurückblicken. Für mich war das Jahr einfach ein voller Erfolg. Es war so eine einschneidende Erfahrung, dass sich meine Denkweise verändert hat; ich sehe praktisch alles mit anderen Augen. Ich hoffe, dass noch viele nach mir ein ähnliches Abenteuer erleben können, denn ein Schüleraustausch ist wirklich eine tolle Sache.

In einer Woche fängt die Schule in Berlin wieder an und ich habe vor, mich nun stärker auf meine Studien zu konzentrieren. Hoffentlich wird mit der Abiturphase auch die Lernatmosphäre etwas fortgeschrittener und der Stoff interessanter. Ich hoffe auch, dass mir die Schule hilft, meine Berufswahl weiter einzuschränken.

Danke für’s Lesen

- Felix

Reflecting on a Student Exchange

18. August 2010

Deutsche Version lesen

This is the translation of the German post “Rückblick auf mein Auslandsjahr”. I wrote it so that readers who don’t speak German don’t have to read a bad machine translation. All other blog posts are in German. If you are interested in reading those, use the flags in the sidebar on the home page to read an automatic translation.

A flag on the front porchIt’s been about twelve months ago that I left for America to live with a host family for almost a year. I started writing this blog in order to keep anyone up-to-date who is interested in following what would happen to me in the States. Although the posts became more rare in the end I don’t want to miss out on publishing these final thoughts. Because what is started once shall be finished. I have subdivided the post into different headlines as now it’s on top of the website and perhaps will be useful for future exchange students and their parents as a resource.

Birdhouse in the rain (on Rügen)I’m sitting in a calm house on the island Rügen in the north-west of Germany. The temperatures are fine and there’s heavy rainfall outside. The wind rushes through the bushes and trees as the rain makes the leaves dance. From some places in the living room all you can see through the windows is the unmoved whitish-grey sky.

Return to Germany

Arrival at the Berlin airportHandbooks for international exchange students explain that the return to one’s country brings along the same troubles as the arrival in the foreign country once brought: As the student once missed his or her home country and the inhabitants, after returning they miss new found friends and the earth they used to walk on. As well, the culture of one’s home country is something to get used to because the culture that was once new now seems usual. Indeed did my return confirm those handbooks. It was less the language that caused problems than it were the habits of my family and friends. It was true that I missed Minnesota’s nature and the people I had met there. To me it was important not to lose my positive way of looking at things and my good mood; although this may seem for granted, it is necessary to be mentioned. One has to have the right attitude and think rational in order to not lose the end of the rope. It should always be kept in mind that some low spirited feelings are just normal. Further one should try to turn the situation around and instead thinking of it as a return to an old life make it a new start, just like the arrival in the once unknown country. With rational thinking there is a lot that can be learned about life from the situation.

Encounter Germany

The Rhine viewed from the castle Stahleck in BacharachIn order to make this new start become more attractive, in order to meet friends in the same situation as me, and honestly as well in order to pass some summer break time that might just have not been used otherwise I went on a little journey through Germany, like I have never done before. There’s a lot of places here I hadn’t ever seen yet, so I got my hands on a four-ride-ticket for trains throughout Germany. My first stop then was Darmstadt, to be more accurate Weiterstadt, where Carolin lives. She’s a good friend of mine who I went to school with in Minnesota. With her family we drove up to Bacharach for a day, where I enjoyed an amazing view of the river Rhine for the first time from the castle Stahleck. Around this Rhine-Main-area there also were beautiful wine fields as you see them in pictures of Italy usually.

Europa Park and the river RhineAfter I’ve got to know the state of Hessen a little better I moved on to go to my aunt and my uncle to Bayreuth, which is in the north of Bavaria. From here we drove up to stay with relatives of my uncle who live near Karlsruhe. We explored the city of Karlsruhe for a day, while another day we drove to the Europa Park, which is I think the biggest amusement park of Europe. We also made it to the Rhineland-Pfalz and to France for one day.
I find this journey very supportive in the process of reintegrating into my home country. After being home for a while I had understood that I was back now and being away from home for a few weeks gave me some time to think about it thoroughly. What is important about this is that I was still in Germany and got to see its beauty. Furthermore my trip was almost like a study of behavior of the other exchange students, who are back home as well. It is very interesting to see how they deal with the situation.

A back street in FranceFrom Karlsruhe I took the train to Düsseldorf where I stayed at Anna Lena’s house. Anna Lena also is a friend of mine who spent her first semester in Minnesota. Staying in Düsseldorf for a couple of days taught me some local traditions. There, as well, the river Rhine was really pretty and very impressive; Just like it had been in Hessen and near Karlsruhe.
Now my journey comes to an end on Rügen. The landscape here is indescribably wonderful. My cousin, whose house I stay at, spent her past year in Indiana.

My journey took me almost three weeks, and in a few days I will be back home again.

My Host Family

My host family and IIn order to end this blog appropriately, I want to not only talk about my return, but as well reflect on the exchange itself. I’ve got to say I really loved the host family experience. If you are open-minded and ready for the experience, you can learn something from your stay at any host family. My host family was great: My host parents are both very impressive and interesting personalities. I like their way of mastering life and I have learned a lot from them. We did a lot of things together which left good memories. Perhaps the most memorable undertaking was the trip to Santa Fe, which you can read about in some earlier posts.
My host brother Zharfan introduced me to the Indonesian and to his own way of life. Living under one roof together with him let us become really good friends.

My host dad and I on the motorcycleAs good-bye present, my host parents gave me a book to take along, which I have been absorbed in during the past weeks and still am. The book is called “Zen and the Art of Motorcycle Maintenance”, written by Robert M. Pirsig. While telling the story of a motorcycle trip from the mid-west of the U.S.A. (to be accurate: Minneapolis) to the west coast, the author explains a new philosophical concept. The book is described as a work about how we live and how to live better; Although it is hard to summarize it in a paragraph it is very interesting and exciting to read.

My School

The building in which the school is located.Since I’m back I talk a lot about the school I went to in St. Paul. The education quality at St. Paul Preparatory School is above the one of public high schools. Much more than that, however, I’m interested in the concept of the school. The idea to have a school consist of almost exclusively international exchange students leads to such a unique experience for the students. It’s rare to find so much culture in just one place and additionally there’s just such a big time frame to get to know all  of those cultures. Although the classic high school experience that foreign exchange students  may dream of may not be fulfilled like in the movies, this experience is just worth so much more and also is more fun! After my year at Saint Paul Prep I’ve made many friends all over the world; such a big advantage!
I’d really recommend St. Paul Preparatory School to any foreign or American student who has the opportunity to go there.

Student Exchange

Saint Paul skylineYou most likely won’t hear anything else about student exchanges than that it is a great experience, which can change your life. Of course there may be some accidents abroad, but who stays there until the end of the program can usually look back on a good time. For me the exchange was just a total success. It was such a big experience that my way of thinking has changed completely; It’s like I’m seeing everything with different eyes. I hope that many students to come are going to experience an adventure like I did because a student exchange is just a Great thing.

In about a week school is going to start again in Berlin. I’m planning on concentrating harder on my studies now. I hope that these senior years are going to bring a more advanced learning atmosphere and that the subjects will be more interesting. I also hope that this will help me to narrow my career choice a little more in the two years of school laying in front of me.

Thank you for reading.

- Felix

Post-York

09. Mai 2010

Die Zeit vergeht schnell und ich finde keine Gelegenheit zum Schreiben. Doch jetzt mache ich mich mal wieder daran, ein paar Zeilen zu schreiben. Die Zeit mit meinen Eltern in New York war großartig. Wir haben uns alles angesehen was wichtig ist: Die Freiheitsstatue, Ellis Island, die World Trade Center Site, Times Square, und so weiter und so fort. Wir sind sehr viel gelaufen und dadurch auch in die nicht touristischen Bezirke gekommen, dazu gehören Queens und die St. Mark Area. Das Wetter war uns positiv gesinnt; mit nur wenig Regen und Wolken konnten wir die ganzen 6 Tage voll ausnutzen um uns mit Kultur zu umgeben. Die Stadt ist wirklich sehr beeindruckend und hat ein sehr originelles Flair, ungleich dem anderer Städte. Großteile sind überschwemmt mit Touristen, wie wir; man sieht oftmals nicht, was außerhalb des Tourismus passiert. Und nach 8 Monaten tat es auch sehr gut, meine Eltern mal wiederzusehen. Wir haben die Zeit alle sehr genossen, aber mittlerweile bin ich auch schon wieder in der Schule.

Jedes Wochenende haben wir alle hier viel geplant – bald fahren wir wieder nach Hause und langsam begreifen das alle, und wollen die letzte Zeit besonders genießen. Mit dem Ende des Schuljahres kommen auch Abschlussarbeiten, unter diesen auch die AP Tests in den College-Level Klassen. Meine Tests in AP Statistics und AP US History habe ich gerade hinter mich gebracht.

Für die Kürze dieses Beitrags möchten wir uns in aller Höflichkeit bei Ihnen entschuldigen :) Bis bald. Felix

Neue Fotos im Picasa Webalbum.

Nächster Halt: New York City

07. April 2010

Wir begrüßen Sie auf unserem Non-Stop Flight zum John Fitzgerald Kennedy Flughafen in New York City.

Der Flug ist ganz nett so weit, nichts Besonderes ist passiert. Hinter meinem Laptop ist eine leere Dose Apfelsaft, eine leere Keksverpackung und ein Becher mit Eiswürfeln. Die Frau neben mir hat gerade ihre Cola Light verschüttet.

Absolut keine Fotos machten wir beim campen letzte Woche, aber die Erfahrung wird keiner von uns Vieren vergessen. Wir fuhren raus nach Nord-Minnesota in irgendein Kaff dessen Namen ich schon wieder vergessen habe. Allerdings schlugen wir unser Zelt in der Nähe eines gigantischen Sees auf; die Größe war schwer einzuschätzen, aufgrund der Tatsache, dass das andere Ufer außer Sichtweite war. Wir campten nicht direkt am See sondern ein Stück weiter hinten auf dem Grundstück von Luke’s Familie. Es standen Wohnwagen um uns herum, aber wer geht zu dieser Zeit des Jahres schon campen? Niemand ist die Antwort, so konnten wir so laut sein wie wir wollten ohne irgendwen zu stören. Es dauerte eine Weile, aber wir schafften es vor Einbruch der Dunkelheit das riesige Zelt (für bestimme 8 Personen) aufzuschlagen und währenddessen ein Feuerchen zu machen. So saßen wir um das Feuer und aßen und taten nichts. Nichts tun (und essen); das hat uns auch an den restlichen Tagen noch viel Freude erbracht, wir taten nämlich fast nichts anderes von Donnerstag bis Samstag. Aber wir haben viel gelacht und uns gegenseitig verarscht; glaubt mir es hat deutlich mehr Spaß gemacht, als es klingt. Es war definitiv einer der besten Trips für jeden von uns.

Am ersten April (“April Fool’s Day”) erklärten wir Anh, er müsste vor dem Schlafen Gehen zwei Stöcker sammeln und sie gegeneinander schlagen und dann auf seine Schuhe urinieren, um in der Nacht sicher vor den Bären zu sein. Die Stöcker haben wir ihn holen lassen, den Rest ersparten wir ihm. In der Nacht darauf war aber wirklich irgendein Tier nahe unserem Zelt, das Corn aufgeweckt hat. ;)

Soweit zu dem Camping-Bericht. Die Woche Frühlingsferien war dann auch schon vorbei. Ich verstehe mich gerade echt sehr gut mit meinen Gasteltern. Meine Gastschwester (Cara, die Tochter meiner Gastmutter) hat mir gestern ein paar Haare abgeschnitten, und man bin ich glücklich darüber.

Jetzt sitze ich also recht Vorfreudig auf NY und darauf meine Eltern zu sehen im Flugzeug und vertreibe die Zeit. Zu meinem Erstaunen haben wir Internet an Board; natürlich gegen ein Entgelt von $10. Trotzdem ein guter Fortschritt, wie ich finde. Bei Ankunft am Flughafen muss ich eine Weile auf meine Eltern warten, die dann ja erst ein mal durch die Immigration durch müssen; wer schon mal in den Staaten war weiß mit Sicherheit, wie lange das dauert.

Ich freue mich darauf, bald von der Woche (Mittwoch, 7. April –Dienstag 13. April) in New York City zu berichten!

Felix

Grill-Saison eröffnet.

01. April 2010

25903_1366711361589_1045810808_1081047_5983425_n Nun haben wir eine Woche spring break (Frühlingsferien) und das Wetter spielt mit. Die Ferien waren bisher schon echt gut, wir haben kostenlose Pizza gegessen, im Garten gearbeitet und einfach nur entspannt. Corn hat von Sonntag zu Montag hier übernachtet, in Zharfan’s altem Bett, und am nächsten Tag haben wir ein paar Laubhaufen verschoben, auf Wunsch meiner Gasteltern.  Wir haben heute eine Grill-Party im Edgcumbe Park bei mir um die Ecke organisiert; Paar Leute beim Grillen.in dieser Saison schon unsere zweite. Das Wetter war unglaublich. Wenn man nicht noch den Minnesota-Winter im Hinterkopf hätte, würde man sich glatt wünschen, dass es kühler gewesen wäre. Die Sonne hat aber wie üblich auch der Stimmung geholfen, die einfach perfekt war.

Ich vorm Gerichtshof von Ramsey County (mein county) Vor einigen Wochen hat Dr. Mawk mich und ein paar andere im Public International Law (Gesetz) Kurs gefragt, ob wir in der Jury bei Mock Trial sitzen möchten. Mock Trial ist ein Projekt, bei dem Schüler oder Studenten als Anwälte in einem fiktiven Fall agieren und versuchen gegen alle anderen Gruppen zu gewinnen. Lena und ich haben zugesagt und haben uns nach einer Weile Suchen im Gerichtssaal des County-Gerichtshofes wiedergefunden. Ein Staat ist in verschiedene Verwaltungsgebiete aufgeteilt, genannt counties; Minnesota hat 87 counties.  Wir saßen in einem College Mock Trial Fall, das heißt sehr wortgewandte Studenten präsentierten uns, nebenbei erwähnt die einzigen beiden Mitglieder der Jury, einen Mordfall. Am Ende lag die Entscheidung bei uns, ob der Angeklagte schuldig oder nicht schuldig erklärt wurde. Aufgrund mangelnder Beweise standen wir auf und ich erklärte ihn für nicht schuldig. Der GerichtssaalUnsere Entscheidung hatte übrigens nichts damit zu tun, wie hoch die Punktzahl der Gruppen war, dazu war eine andere Jury zuständig. Jedenfalls war es sehr interessant außerhalb des Fernsehers zu sehen, wie ein amerikanischer Gerichtshof arbeitet.

Morgen gehen Luke, Corn, Anh (Vietnam) und ich campen. Wir fahren nach Nordminnesota, wo Luke’s Familie ein Grundstück besitzt, das nahe an einem See ist. Wir haben alles recht gut geplant und sind alle tierisch aufgeregt. Wir übernachten dort für zwei Nächte, selbstverständlich in einem Zelt. Und es gibt Plumpsklos. Juchhuuuuuuu (das gilt dem Campen, nicht den Klos!)!

Sofia und ich an St Patrick'sNächste Woche fängt Schule wieder an, aber ich stehle mich am Mittwoch schon wieder davon um in New York City meine Eltern zu treffen! Ich freue mich schon sehr darauf die beiden endlich mal wieder zu sehen, und außerdem die Chance zu haben, ungefähr 6 Tage in New York verbringen zu können. Ich bin sehr gespannt, wie es dort wird und werde danach auf jeden Fall mit reichlich Fotos berichten. Ein paar Leute von meiner Schule fahren auch nach New York, ungefähr zur gleichen Zeit.

Luke und ich an St Patrick'sÜbrigens sind auch noch Fotos vom St Patrick’s Day und dem Jarzehnte Schulball verstreut, die im letzten Beitrag erwähnt wurden.

Ich lieg sowieso schon in der Koje und sag jetzt mal gute Nacht!

Ich wünsche allen einen schönen Frühling,

Felix